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Gedichte

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Gedichte

Vladislav Petković Dis
Gedichte

Dis’ Poesie zeichnet sich durch das Eindringen in die Sphären des Irrationalen und das Verschmelzen von Traum und Wirklichkeit aus.

"Utopljene duše (1911)

Utopljene duše (Ertrunkene Seelen) ist der erste und bedeutendste Gedichtband von Vladislav Petković Dis und eines der zentralen Werke der serbischen Moderne. Die Sammlung erschien 1911 und stieß bei ihren Zeitgenossen auf heftige, oft ablehnende Reaktionen: Sie wurde als zu düster, dekadent und pessimistisch wahrgenommen. Mit zeitlichem Abstand jedoch erkannte man sie als authentischen Ausdruck der geistigen und existenziellen Krise zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

In diesen Gedichten entwickelt Dis seine charakteristische symbolistische Poetik, getragen von Motiven des Traums, der Nacht, der Dunkelheit, des Todes und der Ahnung. Seine Lyrik bietet keinen Trost, sondern legt Zeugnis ab von innerer Unruhe, Verlorenheit und der Ohnmacht des modernen Menschen. Gerade hinter diesem dunklen Ton jedoch tritt eine tiefe Emotionalität und menschliche Verletzlichkeit hervor, die Utopljene duše zu einem dauerhaft bedeutenden Werk der serbischen Literatur machen.

"Wir warten auf den Kaiser" (1913)

Die Gedichtsammlung Wir warten auf den Kaiser ist der zweite Band von Vladislav Petković Dis und erschien erstmals 1913 in Belgrad. Sie enthält sechzehn Gedichte, die in vier Zyklen angeordnet sind und ein eindrucksvolles Zeugnis der politischen und militärischen Umbrüche jener Zeit ablegen.

Im Unterschied zu den introspektiven und symbolistischen Tönen von Utopljene duše reagiert diese Sammlung stärker auf das konkrete historische Umfeld der Balkankriege. Dis’ Poesie nimmt hier ein lauteres und kollektiveres Sprachbild an: Sie reflektiert Patriotismus, Kriegserfahrungen, Angst, Verlust und das Warten auf eine ungewisse Zukunft.

Die Gedichte zeigen, wie der Dichter die großen historischen Ereignisse seines Landes in lyrische Sprache überträgt – ohne einfachen Triumph, vielmehr mit gespannter Erwartung, innerem Konflikt und menschlicher Verletzlichkeit im Zentrum.

Gedichte außerhalb der veröffentlichten Gedichtsammlungen

Naši dani (Unsere Tage) ist ein Gedicht von Vladislav Petković Dis, das außerhalb seiner Gedichtsammlungen steht. Darin bringt der Dichter ein starkes Gefühl gesellschaftlicher und moralischer Krise zum Ausdruck. Das Gedicht spricht von Werteverlust, geistiger Leere und Heuchelei der Zeit, in einem nüchternen, düsteren Ton.

Među svojima (Unter den Seinen) entstand 1916 im Exil und thematisiert die innere Rückkehr zur Familie und zur Heimat in Zeiten des Krieges. In der Ferne von seinen Nächsten ruft der Dichter Bilder von Nähe, Alltag und Frieden hervor. Das Gedicht ist elegisch im Ton und spricht von Sehnsucht, Verlust und stiller Hoffnung.

NIRWANA

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Trunkenheit

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VIELLEICHT SCHLÄFT SIE

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Übersetzt von Peter Handke und Žarko Radaković

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