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Kind aus dem Wasser
Kind aus dem Wasser ist die erste umfangreichere Ausgabe von Gedichten und Liedtexten Milan Mladenovićs in deutscher Sprache. In der Übersetzung von Elvira Veselinović wird die Poesie eines der bedeutendsten Autoren der jugoslawischen New-Wave-Szene erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht. Obwohl die Texte ursprünglich als Liedtexte entstanden sind, haben die Verse Milan Mladenovićs die Grenzen populärer Musik längst überschritten. Auch außerhalb ihres musikalischen Kontexts offenbaren sie eine ausgeprägt poetische Sprache, geprägt von starken Bildern, Symbolik, existenziellen Fragen sowie einem Gefühl gesellschaftlicher und persönlicher Unsicherheit. Als Sänger, Gitarrist und Autor der Bands Šarlo Akrobata und Ekatarina Velika (EKV) prägte Mladenović das kulturelle Leben Jugoslawiens in den 1980er Jahren entscheidend mit. Seine Texte nehmen bis heute einen besonderen Platz im kulturellen Gedächtnis des postjugoslawischen Raums ein, und viele von ihnen gelten als beispielhafte Werke der Rockpoesie. Diese Ausgabe ermöglicht deutschsprachigen Leserinnen und Lesern die Begegnung mit einer einzigartigen dichterischen Stimme, deren Bedeutung die Grenzen von Sprache, Generation und musikalischem Genre überschreitet. Stimmen über Milan Mladenović <p>„Die Lieder Milan Mladenovics sind ein kostbares poetisches Dokument für die im Hades des Krieges, der Flucht, der Emigration und der Hoffnungslosigkeit verlorengegangenen Generationen – sie sind der Wegweiser und das Porträt eines Menschen, der sich nicht auf Gleichgültigkeit einlassen wollte.“ </p> <p class="mt-3">Petar Luković, Vreme </p> <p>„Wütender und eindeutiger hat wohl noch nie eine Band gegen Krieg und staatlichen Wahnsinn angesungen. Und gerade weil sich die Gruppe dem kommerziellen Markt verweigerte, wurde sie binnen kurzer Zeit zur Super-Band.“ </p> <p class=mt-3">Ralf Julke, L-IZ</p> Übersetzung: Elvira Veselinović Originalsprache: Serbisch Erscheinungsjahr: 2014 Verlag: Leipziger Literaturverlag
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Briefe aus Norwegen
Eine Reise der Seele und des Verstandes Als Isidora Sekulić im Jahr 1913 nach Norwegen reiste, suchte sie nicht nur Bilder der Natur – sie suchte das Bild des Menschen in Einklang mit der Welt. Ihr Buch Briefe aus Norwegen, erschienen 1914, gehört zu den bedeutendsten Werken der serbischen Reise- und Essayprosa. In ihm wird die Natur zum Spiegel der Seele, und die nordische Landschaft wird zum Ort geistiger Prüfung und Läuterung. Deretić betont, dass dieses Werk weit mehr ist als ein Reisebericht: Es ist ein „philosophisches Tagebuch einer Frau, die in einer fremden Landschaft ihren eigenen Sinn sucht“. Norwegen als geistiger Raum Isidora fühlte sich angezogen von einem Land der Stille, des Steins und des Lichts. Während viele europäische Reisende im Norden nur Härte und Kälte sahen, erkannte sie in den norwegischen Fjorden Reinheit und moralische Größe der Natur. „Der Reisende ist in der norwegischen Natur jedem Augenblick mächtigen, verwirrenden Eindrücken ausgesetzt“, schreibt Isidora.In dieser Natur findet sie den Grundgedanken ihres Buches – sie verwandelt die Strenge des Nordens in geistige Disziplin, die Landschaft in einen Denkraum. Für sie ist Norwegen nicht nur ein Land des Schnees und der Fjorde, sondern ein Land des Lichts und des Schweigens, in dem der Mensch das eigene Ich ablegt und die Einfachheit des Daseins lernt. Stil und Bedeutung des Werkes Briefe aus Norwegen sind in der Form lyrischer Aufzeichnungen und Meditationen gestaltet. Isidora beschreibt nicht, was sie sieht – sie erlebt es. Durch kurze Bilder, Gedanken und Reflexionen verbindet sie die Landschaft mit dem inneren Zustand der Seele. Zwischen den Zeilen spürt der Leser die leise Einsamkeit einer Frau, die die Welt betrachtet und zugleich sich selbst in dieser Welt bedenkt. Ihr Stil ist dicht, rhythmisch, reich an Assoziationen und inneren Wendungen – manchmal philosophisch, manchmal beinahe gebetshaft. Es ist eine Prosa, in der jeder Satz das Gewicht eines Gedankens trägt und jedes Bild eine moralische Bedeutung hat. Die Briefe als Spiegel Europas In Briefe aus Norwegen schreibt Isidora Sekulić nicht nur über Norwegen – sie schreibt über Europa und über Serbien, über den Gegensatz zwischen nördlicher Strenge und südlicher Leidenschaft. Deretić bemerkt, dass sich in diesem Werk „Isidoras Streben nach Höhe, nach der kalten Reinheit des Geistes, im Gegensatz zu der Leidenschaft und dem Schmerz des Südens“ offenbart. So werden Briefe aus Norwegen auch zur Metapher einer inneren Reise – vom Unfrieden zum Frieden, von der Dunkelheit zum Licht. Bedeutung des Werkes Briefe aus Norwegen gelten als der höchste Ausdruck der serbischen Reiseliteratur. Mit diesem Buch öffnete Isidora Sekulić die Tür zu einer modernen, gedankenvollen, poetischen Prosa, in der Weg, Natur und Gedanke eins werden. Das Werk ist zugleich ein Zeugnis des Geistes einer Frau, die – in der Zeit vor den großen Kriegen – eine universelle Sprache der Stille und der Ethik findet. Deretić schließt, dass Briefe aus Norwegen „weniger ein Reisebuch als vielmehr ein meditatives Werk sind, aber das tiefste Zeugnis von Isidoras Bedürfnis nach innerer Ruhe und Erhebung des Geistes“. Quelle: Jovan Deretić, Geschichte der serbischen Literatur, Belgrad: Nolit, 1983. Bearbeitet von Snežana Lalatović
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Die Weggefährten
„Die Weggefährten“ („Saputnici“) sind Isidora Sekulićs erste Erzählsammlung, veröffentlicht im Jahr 1913. In diesen Geschichten zeichnet die Autorin die inneren Welten ihrer Figuren – ihre Gedanken, Unruhen und Einsamkeit – in tief psychologischen und meditativ-poetischen Bildern. Sekulić zeigt hier ihre unverwechselbare lyrische Prosa, erfüllt von Stille, Melancholie und philosophischem Nachdenken über den Menschen und seinen Platz in der Welt. Die Sammlung kündigt bereits all das an, was später ihr Werk prägen wird: Spiritualität, Introspektion und eine Sprache, die Dichtung und Denken miteinander verbindet.
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Die Miete
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Ben Akiba - Über Uns
Ende des Jahres 1905 übernahm er, auf Einladung der Gründer der Zeitung Politika , der Brüder Vladislav und Darko Ribnikar, die regelmäßige Rubrik Aus dem Belgrader Leben, in der er unter dem Pseudonym Ben Akiba humorvolle Feuilletons veröffentlichte, die sehr schnell an Popularität gewannen. Bis 1910 veröffentlichte er mehrere hundert Feuilletons, die ein interessantes Zeugnis über das Leben in Belgrad zu Beginn des 20. Jahrhunderts darstellen. Im Wesentlichen lebte Nušić damals vom Journalismus. Als außergewöhnlich scharfsinniger Beobachter des Alltagslebens schilderte er mit Witz und ohne satirischen Anspruch zahlreiche Akteure in den dynamischen Ereignissen der Hauptstadt, die sich zu jener Zeit in geistigem wie auch in materiellem Aufschwung befand. Nušićs Feuilletons, die er 1907 in Buchform veröffentlichte, stießen auf eine negative Kritik Jovan Skerlićs (über die Feuilletons), der zwar zutreffend feststellte, dass Nušić kein Schriftsteller sei, der sich ein Publikum schaffe, sondern ein Autor, den das Publikum selbst erschaffe, ihm jedoch zu Unrecht vorwarf, er besitze weder geistige Tiefe noch Reinheit des Gefühls noch moralische Autorität für eine politische und gesellschaftliche Satire … Im Gegensatz zu Skerlić zeigte Antun Gustav Matoš weitaus mehr Wohlwollen gegenüber Nušić: „Nušić ist ein geborener Journalist, der in diese neueste und aktuellste Form unserer Literatur jenen liebenswürdigen und unterhaltsamen Ton des Plauderns, des Scherzes und der Phantasie einbringt, durch den der Journalismus in die Literatur und die Literatur in den Journalismus eintritt, das Kleine in ein Ereignis und das Ereignis in eine Kleinigkeit verwandelt, aus dem Feuilleton eine Chronik macht – ein tägliches Vorwort über die alltägliche menschliche Komödie, die durch die Zeitung in die Tragik der Weltgeschichte eingeht.“ Prof. dr. Raško V. Jovanović Der Text wurde aus dem Buch Ben Akiba – Über uns übernommen und mit Genehmigung der Nušić-Stiftung veröffentlicht. <div class="responsive-video"><iframe src="https://www.youtube.com/embed/_HfxG6WLGT0?si=8yk065FoS__XFX9c" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
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Der sechste Tag (Auszüge aus dem 1. Teil des Romans)
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Rastko Petrović


Das Fass
Als im Jahr 1912 in der Zagreber Zeitschrift Savremenik Isidora Sekulićs erste Prosaarbeit Bure (Das Fass) veröffentlicht wurde, war sofort spürbar, dass hier etwas anderes geschrieben und erzählt wurde, als man es bis dahin in der serbischen Prosa kannte. In derselben Zeitschrift vermerkte dies zuerst jener rührende, aber hellsichtige „Vielschreiber“ und Zeitgenosse Matoš: „In letzter Zeit gibt es viele Neuigkeiten bei den Serben und Kroaten, aber nur wenige, sehr wenige literarische. Nachdem ich hier Das Fass gelesen hatte, dachte ich: – Hinter dieser angeblichen Isidora Sekulić verbirgt sich gewiss ein Mann von raffinierter Empfindsamkeit, der uns mit einem weiblichen Pseudonym mystifiziert, denn heute gibt es keine Frau, die schreiben könnte: ‘Mit meinem Körper fühlte ich, wie der Abend niederfiel.’ ‘Ein Vogel, hell wie ein zersprungener Stern.’ ‘Ein Schmetterling, bunt, als wäre er durch den Regenbogen geflogen.’ ‘Eine graue Melodie des Schweigens und der Stille.’ (Welche Musik!)“ Eine Lehrerin aus Šabac, die mit ihrem ersten Buch bereits eine „fertige Schriftstellerin“ wurde und sogleich in die Geschichte der serbischen Literatur eintrat; eine scharfsinnige Dame vom Topčider-Hügel, die auch im einundachtzigsten Lebensjahr nicht „fertig“ war mit ihrer Arbeit, sondern sie stärker betrieb als je zuvor in ihrem literarischen Dienst; eine authentische Kosmopolitin, die sich in keiner Kultur oder Epoche niedergelassen hatte und die dennoch doppelt so sehr „unsere“ war, wie ein nicht unbedeutender Engländer und Franzose zusammen; eine Dichterin, die in der Literatur nicht viel Glück hatte, dies aber in ein einzigartiges, großes literarisches Schicksal zu verwandeln wusste; eine der Schlüsselfiguren der modernen serbischen Literatur, die sich in keiner ihrer fünfzehn Bücher vollends verwirklichte, deren Fragmentarität selbst Schicksal war – sie verwirklichte sich im Ganzen ihres Schreibens. In jedem ihrer Sätze, in ihrem ganzen Werk, in ihrem ganzen Leben nach Maß ihres Schreibens verkörperte sie bald höchste Ruhe, bald die unstillbare Unruhe – dichterisch und menschlich zugleich. Kurz gesagt: eine Frau, die unserer Kultur widerfahren ist; eine Schriftstellerin, deren Name unter diesen beiden Bänden der „Hundert Bücher der serbischen Literatur“ steht. In dieser Literatur jedoch bedeutet Isidora Sekulić nicht nur einen unschätzbaren literarischen Ertrag, sondern auch eine geistige Formel der heimischen Kultur.
Isidora Sekulić
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Nikola Tesla über Jovan Jovanović Zmaj
Übersetzung von Nikola Teslas Essay "Zmai Iovan Iovanovich – The Chief Servian Poet", der erstmals 1894 in der Zeitschrift "The Century Magazine" veröffentlicht...
Nikola Tesla



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